
„Even Cowgirls Get the Blues“: So hieß Jasmin Tabatabais rein weiblich besetzte Country-Band, mit der sie in den Neunzigern drei Alben aufnahm. Die Combo ist aufgelöst, aber den Namen stellt die Schauspielerin und Sängerin noch heute regelmäßig unter Beweis. Während sie in ihren Filmen meist starke, rebellische Frauen darstellt wie die knastflüchtige Luna im Musik-Roadmovie „Bandits“ von 1997, sagt sie über ihre Musik: „Ich habe schon immer nur Liebeslieder geschrieben, etwas anderes kann ich nicht.“ Dass die so oft melancholisch ausfallen, führt Tabatabai auf das persische Erbe ihres Vaters zurück. Er lernte ihre deutsche Mutter auf dem Oktoberfest kennen, gründete die Familie in Iran und war klug genug, sie wegen der Islamischen Revolution 1979 nach Deutschland zu schicken. Jasmin Tabatabai war damals zwölf.
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