Atomprogramm, Drohungen gegen Israel, Inhaftierungen. Täglich gibt es beunruhigende Nachrichten aus dem Iran. Aber wie sieht der Alltag dort aus? Wie denken Iraner über ihr Land? Junge iranische Filmregisseure zeigen es: Marjane Satrapi in "Persepolis" und Mohammad Farokhmanesh in seinem Dokumentarfilm "Reich des Bösen".
Im "Reich des Bösen" zu filmen ist ein Wagnis. Für jeden einzelnen Ort muss eine Drehgenehmigung eingeholt werden, das ist Gedulds- und Glückssache. Vielleicht will nicht jeder offen reden. Regeln sind einzuhalten: Zum Beispiel müssen alle Frauen vor der Kamera ein Kopftuch tragen, sogar zu Hause, wo sie es sonst ablegen.
Mohammad Farokhmanesh hat es trotzdem gewagt. Ein Jahr lang pendelte er zwischen seiner Hamburger Produktionsfirma "brave new work" und Teheran hin und her, um die Protagonisten seines Dokumentarfilms zu begleiten: fünf Menschen mit ihren Träumen, Wertvorstellungen und Überlebensstrategien. Fünf Gesichter hinter den Kulissen der Islamischen Republik - im "Reich des Bösen", so der Filmtitel.
(sVy)» Lesen Sie weiter auf Hamburger Abendblatt