Je stärker die Verzweiflung, desto mehr suchen die Iraner Zuflucht im Humor. Die politische Satire treibt derzeit üppige Blüten. Jüngster Witz: Endlose Autokolonnen verstopfen die Teheraner Stadt-Autobahn. Nichts bewegt sich seit Stunden. Da fragt ein Fahrer einen herannahenden Passanten nach der Ursache des Staus. Terroristen, so die Antwort, hätten Präsident Ahmadinedschad und Ex-Präsident Rafsandschani als Geiseln genommen. Sie verlangten 100 Millionen Dollar Lösegeld und drohten Benzin über die beiden zu schütten und sie in Flammen zu setzen. Der Mann geht nun von Auto zu Auto, um für die beiden zu sammeln. Da fragt der Fahrer: „Wie viel geben die Leute im Schnitt?“ Die Antwort: „Die meisten geben einen Liter.“
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