
TEHERAN, 17. März (RIA Novosti). Das nationale iranische Gasexportunternehmen hat am Montag ein Abkommen mit der schweizerischen Energiegruppe EGL über den Export von iranischem Erdgas nach Europa geschlossen.
Das teilte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki mit.
„Wir waren heute bei der Unterzeichnung eines wichtigen Gasabkommens zwischen Unternehmen beider Länder zugegen“, sagte Mottaki auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der in Teheran weilenden Außenministerin der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Micheline Calmy-Rey.
Der Politikerin zufolge ist es das Hauptziel ihrer Iran-Reise, die bilaterale Zusammenarbeit im Energiebereich zu erörtern und einen Vertrag zu unterzeichnen.
„Die Schweiz liegt im Zentrum Europas, sie benötigt Energieträger. Wir brauchen eine Diversifizierung der Energieträgerquellen“, sagte Calmy-Rey.
Das Abkommen mit Iran im Gasbereich widerspreche nicht den Völkerrechtsnormen, fügte sie hinzu.
Die Seiten haben sich jeglichen Kommentars zu Details des geschlossenen Vertrages enthalten. Nach Angaben der iranischen Presse war im September 2007 eine Vorvereinbarung zwischen Iran und der Schweiz über die Lieferung von iranischem Gas vom Vorkommen Südpars getroffen worden.
Entsprechend dem Abkommen soll Iran jährlich 5,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Europa liefern. Das Gas soll durch eine Rohrleitung gepumpt werden, die auf dem Boden des Adriatischen Meeres verlegt wird. Die Bauarbeiten für die Gaspipeline werden voraussichtlich bis zum Jahr 2010 beendet. Das Gas soll über Italien in die Schweiz transportiert werden.
(sVy)Mit freundlicher Genehmigung von RIA Novosti