In Europa präsentieren sich die iranischen Volksmujahedin als demokratische Alternative zu den Mullahs in Teheran. Doch die Lager, welche die Organisation im Irak Saddams betrieb, glichen nach Berichten von Dissidenten dem Gulag. Die irakische Regierung will die ehemaligen Kämpfer der Gruppe loswerden, doch finden diese nirgends Aufnahme.
Esmail Hoshiar sagt, es sei der grösste Fehler seines Lebens gewesen, sein sicheres Exil in der Schweiz aufzugeben und zu den Mujahedin-e Khalk (Volksmujahedin) zurückzukehren. 1998 war er in den Irak gegangen, wo die bewaffnete iranische Oppositionsgruppe, vom damaligen irakischen Regime mit Waffen und Geld ausgerüstet, den Kampf gegen das Regime der Mullahs führte. Doch seither haben sich die politischen Verhältnisse im Irak grundlegend geändert. Die schiitisch und kurdisch dominierte Regierung verfolgt einen Kurs der Annäherung an den ehemaligen Feind Iran, der vor kurzem im Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad gipfelte. Die iranischen Oppositionellen gelten als Terroristen, die Bagdad loswerden will.
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