
Die iranisch-kanadische Autorin Ghazal Omid glaubt nicht, dass Veränderungen im Iran durch Wahlen zu erreichen sind. Im kanadischen Exil setzt sie sich für politische Häftlinge im Iran ein. Ein möglicher Militärschlag der USA gegen den Iran würde ihrer Meinung nach nur der derzeitigen Regierung nutzen, sagt sie im Interview mit derStandard.at. Die Fragen stellte Michaela Kampl.
derStandard.at: Wieso haben Sie 1995 den Iran verlassen?
Omid: Mich hat unter anderem die Angst vor der iranischen Regierung dazu veranlasst. Ich wusste, dass ich aus dem Gefängnis wohl nichts Positives für die Freiheit der iranischen Bevölkerung würde beitragen können. Außerdem musste ich an meine Familie denken. "Angst ist der Zwillingsbruder des Todes", wie wir auf Farsi sagen. Ich bin keine furchtlose Person, aber ich lebe ohne Angst, auch weil ich an Gott glaube. Aber ich habe auch gelernt, dass man mit Beten allein keine Häftlinge befreien kann.
(sVy)» Lesen Sie weiter auf derStandard.at