
Von der Klatschpresse geliebt und belagert, von ihrem Ehemann schließlich verstoßen: Vor 50 Jahren kündigte der Schah von Persien die Scheidung von seiner Frau Soraya an.
Märchen haben oft einen grausamen Kern, und das gilt besonders für die Erzählungen aus "Tausendundeine Nacht". Im Fall Soraya hat die Geschichte einen zartbitteren Beigeschmack: Ein 18-jähriges Mädchen gerät durch Zufall auf die Besetzungsliste für die Rolle der persischen Kaiserin; es erlebt eine prunkvolle Hochzeit und steigt auf zur berühmtesten, begehrtesten Frau ihrer Zeit. Dass die Schöne dem Herrscher keinen Thronfolger schenken kann, wird ihr jedoch zum Verhängnis, und die Geschichte, die so wundersam begonnen hat, endet als boulevardeske, traurige Seifenoper.
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