
Das Regime ist strikt und erlässt oft Verbote – gegen das Tanzen, gegen Kinofilme, gegen Theater. Trotzdem gibt es im Iran eine lebendige Kulturszene: Viele Künstler umgehen die Verbote auf ihre eigene, kreative Weise.
Uneingeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit gibt es im Iran schon lange nicht mehr, und auch die Kultur ist den politischen und religiösen Herrschern häufig ein Dorn im Auge – besonders dann, wenn sie aus dem "verhassten" Westen kommt. Deshalb hat das iranische Regime das "Ministerium für Kultur und islamische Führung" geschaffen, das auch für die Zensur zuständig ist. Alles, was nicht den "islamischen Werten und Sitten" - oder der Staatsideologie - entspricht, wird rigoros gestrichen. So müssen sich Theater-Regisseure mit ihren Drehbüchern in der Regel einer vielfachen Prüfung unterziehen, bevor sie eine Genehmigung zur Aufführung erhalten: Erst werden die Stücke gecheckt, dann der Etat festgelegt, und schließlich müssen die Schauspieler zugelassen werden.
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