
Den Holocaust habe es nie gegeben und Israel solle von der Landkarte getilgt werden – Immer wieder unterstreicht Irans Präsident Ahmadinedschad mit solchen antisemitischen Hetztiraden seinen Judenhass. Doch ausgerechnet in seinem Land lebt die größte jüdische Minderheit im Nahen Osten. Und entgegen seiner Kampagnen gelten sie im Iran als verfassungsrechtlich geschützte religiöse Gruppe.
Und nach einer erstaunlich seriösen und beliebten Doku-Soap im iranischen Fernsehen weiß auch die Bevölkerung mittlerweile über den Holocaust Bescheid: Die Serie "madare sefr darajeh" (zu Deutsch: "Breite: Null Grad") im staatlichen Fernsehen ist eine iranische Version von "Schindlers Liste": Sie erzählt von dem Schicksal, das Juden im von Hitler besetzten Paris 1940 erlitten. Damals gaben iranische Diplomaten in Paris tatsächlich etwa 500 Pässe an Juden aus, damit sie flüchten konnten. Die TV-Serie wurde zum Quotenerfolg und bewegt im ganzen Land die Gemüter: Jede Woche erfahren die Zuschauer mehr über den Holocaust, den der iranische Präsident Ahmadinejad immer wieder leugnet.
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