Der Atomwaffensperrvertrag droht nicht zuletzt am Konflikt über das Atomprogramm des Iran zu scheitern. Ein neuer atomarer Rüstungswettlauf und eine militärische Intervention der USA im Iran müssen im Interesse des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit verhindert werden.
USA-Präsident George W. Bush wird nicht müde, den „Schatten eines nuklearen Holocaust“ auszumachen, der wegen Irans Entwicklung von Atomwaffen über dem Mittleren Osten liege und „die Sicherheit der USA und ihrer Freunde bedroht“. Am 17. Oktober 2007 drohte Bush gar mit dem Dritten Weltkrieg, falls Iran sein Atomwaffenprogramm nicht stoppen würde.
Inzwischen weiß die Welt es besser: Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte, dass Teherans Atomprogramm ausschließlich friedlich ist. Und ein Bericht des National Intelligence Estimate (NIE), eine Zusammenfassung der Ergebnisse der amerikanischen Nachrichtendienste, bestätigte im Dezember 2007, dass der Iran sein Atomwaffenprogramm bereits 2003 gestoppt hat. Damit wird der Blick frei für die tatsächlichen Hintergründe der amerikanischen Drohpolitik und Kriegsvorbereitungen gegen den Iran: Die Islamische Republik ist das größte Hindernis, um einen Zugriff der USA auf den Nahen und Mittleren Osten sowie dessen Energiereserven vollständig durchzusetzen.
Wie aber lässt sich ein neuer Krieg der USA und ihrer Verbündeten verhindern, der das schon jetzt angerichtete Chaos im Nahen und Mittleren Osten um ein Vielfaches potenzieren würde?
Referent: Ali Fathollah-NejadDer Deutsch-Iraner Ali Fathollah-Nejad, Jg. 1981, ist Politikwissenschaftler und Kulturjournalist.
Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der gegenwärtigen US-Iran-Krise, zu der er auch ein Forschungspapier mit dem Titel "Iran in the Eye of Storm - Backgrounds of Global Crisis" verfasst hat.
Datum: Mittwoch, 16. April 2008, 19 Uhr
Ort: Volkshochschule Essen, Burgplatz 1, 45121 Essen
Veranstalter: Essener Friedens-Forum (EFF) [Arbeitsgemeinschaft Essener Friedensinitiativen],
http://www.friedensforum-essen.de/