
Der Atom-Streit macht den Handel mit dem Iran zu einer heiklen Angelegenheit: US-Firmen etwa dürfen gar keine Geschäfte mit dem Land machen. Nun hat offenbar eine deutsche Firma gegen die US-Auflagen verstoßen.
Die Firma Dräger mit Sitz in Lübeck ist spezialisiert auf Medizin- und Sicherheitstechnik. Im Jahr 2003 erhielt sie einen Auftrag aus dem Iran. Für eine Gas-Pipeline sollte das Unternehmen eine Überwachungsanlage für brennbare Gase und Feuer bauen. Zum Betrieb der Anlage ist spezielle Software nötig, darunter ein Programm zur Darstellung von Messwerten. Diese Software wird von einem Tochterunternehmen der US-Firma General Electric hergestellt und kostet fast 80.000 Euro. Weil sie als "dual-use software" gilt, die sowohl für zivile als auch militärische Zwecke eingesetzt werden kann, unterliegt sie besonderen Exportbestimmungen.
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