Der US-Historiker Jeffrey Herf warnt in (seinem jüngst an dieser Stelle publizierten Kommentar „Gefahr Iran oder: Schweigen der Antifaschisten“) vor der Möglichkeit der Auslöschung Israels durch einen iranischen Nuklearangriff und wirft diesbezüglichen Skeptikern einen Optimismus vor, der Zeugnis eines „Mangel(s) an vergleichender historischer Vorstellungskraft“ sei. Im Kern des von Herf vorgebrachten Arguments steht der Vergleich zwischen Nazi-Deutschland und Iran und dementsprechend ebenfalls zwischen Adolf Hitler und Mahmud Ahmadi-Nejad. Dieser historische Vergleich mag zwar eine auf den ersten Blick logisch Deutung des oft widersprüchlich erscheinenden Verhalten Irans ermöglichen und den historischen Deutern ebenfalls ein gewisses Maß an Publizität erschließen, jedoch hält der Vergleich mit Hitler und Nazi-Deutschland einer faktischen Analyse nicht stand und kultiviert den Nährboden für Konflikte mit Iran, wodurch auch das hehre Ansinnen von „Stop the Bomb“ unterminiert wird.
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