Die 21. Teheraner Buchmesse hat ihre Pforten geschlossen. Wieder nutzten hunderttausende Frauen und Männer aus allen Teilen Irans die Gelegenheit, sich über Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt zu informieren – oder einfach nur einen Ausflug zu machen. Denn die internationale Buchmesse gleicht, so die BBC, »einem großen Karneval«. Die große Zahl der Besucher widerspiegelt weder die kleine Leserschaft in Iran noch die Auflagenschwäche der Bücher.
Dennoch: Das Interesse galt auch der Literatur selbst. Gibt es doch außerhalb der großen Städte nur wenige Buchhandlungen. Magnete waren zudem englischsprachige Bücher – sie werden in den Buchhandlungen kaum angeboten: Der Import ist limitiert und staatlich kontrolliert. Auf der Messe jedoch werden neben iranischer Fach- und Sachliteratur auch englischsprachige Lehrbücher, mittels staatlicher Subventionen vergünstigt, angeboten. Angesichts der demografischen Entwicklung Irans – mehr als zwei Drittel der Iraner sind jünger als 30 – finden sie reißenden Absatz.
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