
MOSKAU, 06. August (RIA Novosti). Die sechs internationalen Vermittler - UN-Vetomächte Russland, USA, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland - werden Kontakte zum Iran fortsetzen, um dessen Positionen zu klären und das iranische Atomproblem bei Verhandlungen zu lösen.
Das teilte das russische Außenministerium am Mittwoch in Moskau mit. "Die sechs Länder bleiben für alle möglichen Varianten im Rahmen der abgestimmten Strategie offen... Wir werden alles nutzen, um die Kontakte zur iranischen Seite fortzusetzen, um das Problem am Verhandlungstisch zu lösen", sagte Ministeriumssprecher Andrej Nesterenko.
Die Vermittler fordern den Iran auf, die Arbeiten zur Urananreicherung einzustellen. Als Gegenleistung werden Teheran diverse gemeinsame ökonomische und technologische Projekte angeboten, darunter auch im Bereich der friedlichen Nutzung von Atomkraft.
Bei einem Treffen zwischen EU-Chefdiplomat Javier Solana und dem iranischen Sicherheitsratschef Said Dschalili am 19. Juli in Genf hatten die internationalen Vermittler dem Iran für die Antwort zwei Wochen Zeit gewährt. Später warnte Washington Teheran vor weiteren internationalen Sanktionen, sollte die Antwort in der vereinbarten Zeit ausbleiben.
Die Frist lief am 2. August ab. Die iranischen Behörden erklärten darauf, dass die von den USA gestellten Ultimaten nicht zur Lösung des iranischen Atomproblems beitragen werden.
Nesterenko bestätigte, dass der Iran am 5. August Solana ein Schreiben übermittelt hatte. "Leider enthält das Schreiben im Grunde genommen keine Antwort auf die Vorschläge der sechs Länder nach weiteren Verhandlungen", sagte der Sprecher.
Am selben Tag hatte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin mitgeteilt, dass Vertreter der sechs Vermittlerländer im September zusammenkommen, um nach einer Lösung des iranischen Atomproblems zu suchen.
Mit freundlicher Genehmigung von RIA Novosti