LUCKENWALDE - Auf den ersten Blick sind da vor allem die elegante Pose, die Harmonie in Farbe und Form, das feine Dekor und das Muster, ja – sagen wir ruhig – die Schönheit. Doch dann erkennt man, was hinter den Ornamenten und stilisierten Figuren, den geschwungenen Linien und zarten Konturen steckt, hinter den Sternen und Tropfen, den Quadraten und Kreisen, hinter all den exotischen Arabesken. Es ist das Verbrechen, die nackte Gewalt.
Auf einmal werden die schwarzen Bänder zu schlagenden Waffen. Was eben noch die gesichtslosen Gestalten nahezu spielerisch verband, wird plötzlich sichelscharfe Peitsche, zwingende Fessel, schlingt sich erbarmungslos um Gelenke, Hälse und Köpfe. Es verwandelt sich zum tödlichen Strick, zum Messer. Unerwartet offenbaren sich Fronten. Diese Bilder teilen die Welt in zwei Gruppen: in Täter und Opfer.
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