
20 Jahre nach Ende des Iran-Irak-Kriegs wagen Tausende iranische Pilger die Reise zu den heiligen Stätten im Nachbarland. Dort treffen sie auf alte Feinde und neue Gefahren. Die Frage nach dem Sinn des Kriegs begleitet sie auf ihrer mühsamen Fahrt.
Unsere Reise nach Kerbela beginnt auf einem Soldatenfriedhof südlich von Teheran. Zeinab, die früh zur Witwe wurde, kann sich von den Geistern der Vergangenheit nicht lösen. Immer noch besucht sie regelmäßig das Grab ihres Mannes, den sie als Teenager heiratete. Zeinab liebte Hassan über alles. Sie schrieben sich hunderte Briefe, als er an der Front war. Das war in den Achtzigerjahren. Iran führte einen gnadenlosen Krieg gegen den Irak. ''Mein Mann war zwölf Jahre lang unauffindbar'', erzählt Zeinab. ''Als sie seine Knochen nach zwölf Jahren aus dem Irak brachten, stand ich unter Schock.''
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